Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf

Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf

10.06.2017 - 20:00 Comedy

 

„Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen hier diesen gewöhnlichen Holzstuhl; er ist das einzige Requisit für den wohl letzten klassischen Striptease auf deutschem Boden, den anzusagen man sich nicht genieren muss. Uns alle erwartet eine Person, die es weder nötig hat, das Datum ihrer Geburt, noch den eigenen Namen zu ändern, die Sie getrost so nennen können, wie ihr Taufschein es vorsieht, nämlich Andrea, wobei ich mir, als ständiger Begleiter, auch erlaube, Andreas zu sagen…“

Theater post it – productions präsentiert:
DAS SOLOSTÜCK VON BODO KIRCHHOFF

Ein Conférencier betritt die Bühne und wartet mit dem Publikum auf die angebetete Künstlerin, doch die will partout nicht erscheinen. Der Thüringer Schauspieler Robert Gregor Kühn nimmt das Publikum mit auf einen packenden Parforceritt zwischen Komik und Tragik, Größenwahn und seelischer Entblößung, Slapstick und voyeuristischer Nabelschau. Das tragikomische Ein-Personen-Stück stellt Fragen nach der Relevanz geschlechtlicher Zuordnungen in der Gesellschaft, der Wirkung der Zurschaustellung des Körpers und lässt den Zuschauer an einem wahren Striptease teilhaben.

Mit: Robert Gregor Kühn
Dramaturgie und Regie: Jörn Mensching
Kostüm: Sabrina Reuschl

Aufführungsrechte: Fischer Verlag, Theater & Medien, Frankfurt /Main

Kartenpreise: € 20,00 / € 15,00 ermäßigt

Bodo Kirchhoff, Preisträger des Deutschen Buchpreises 2016, in Hamburg geboren, studierte in Frankfurt Pädagogik, Psychologie und Soziologie und promovierte mit einer Arbeit über Jacques Lacan. Dozent der Frankfurter Poetik-Vorlesungen und später Lehrer für Kreatives Schreiben. Seit 1980 Autor des Suhrkamp Verlags mit Romanen, Erzählungen, Drehbüchern und Theaterstücken.

Die 2010 in München gegründete, freie Theatergruppe post it – productions, beschäftigt sich in Kooperationsprojekten mit freien deutschsprachigen Bühnen, Gruppen und Kulturinitiativen mit dem Themenspektrum Globalisierung, Geschlechteridentität und sozialem Rollenverhalten. Die Gruppe post it – productions wurde bereits durch das Kulturreferat der Stadt München, den Bezirksämtern der Stadt und der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München gefördert