Der Bogen meiner Brauen ist kein Weg

Der Bogen meiner Brauen ist kein Weg

31.03.2017 - 20:00 Performance Karten kaufen

In Form einer szenischen Collage wird das Werk und das Leben der in Vergessenheit geratenen österreichischen Schriftstellerin Hertha Kräftner thematisiert. Aus Gedichten, Prosatexten, Tagebuchnotizen und Briefauszügen entsteht ein literarischer Kosmos, in dem nicht bloß ein Leben sichtbar wird, sondern auch die Bedingungen der Nachkriegszeit, vor allem für junge Künstlerinnen und Künstler, die seit jeher Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen waren.
Mit: Johanna Hainz
Musik: Stefan Thaler/Kontrabass, Bernie Mallinger/Violine, Reinhard Wulz/Gesang
Konzept und Regie: Michael Stöckl

Hertha Kräftner war eine Schriftstellerin, deren Werk sich erst allmählich einem Leserkreis erschloss. Sie blieb draußen, auch wenn sie Teil der Wiener Literaturszene der Nachkriegszeit war. Geboren am 26. April 1928, gestorben am 13. November 1951, 23-jährig an einer Überdosis Veronal. Heute gilt sie als Inbegriff dessen, was österreichische Literatur nach 1945 bedeutete.
Die Texte, im Besonderen ihre Prosatexte, wirken wie Fragmente. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Gedichte. Hertha Kräftner hat gezeigt, dass eine Betrachtung der Realität durch eine surrealistische Brille möglich ist, wodurch Details in ihren Texten umso markanter und erkennbarer hervortreten.
Es wäre ungerecht, ihr Werk auf den Freitod festzulegen, man kann an ihm aber auch nicht vorbeisehen. Die Todesdeterminiertheit ist geradezu ein Qualitätsmerkmal, weil das Pathos völlig fehlt. In ihrem Werk wird deutlich, wie prekär die Situation jener war und immer noch ist, die versuchen, durch ihre schriftstellerische Existenz Leben auszuleuchten.
(Ö1 Reportage)

Vorstellungen am: 24.03. / 25.03. / 31.03. jeweils um 20:00 Uhr
Tickets: 18,- / 12,- ermäßigt / office@ateliertheater.net

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