“Nur Kinder, Küche, Kirche” von Dario Fo/ Franca Rame

"Nur Kinder, Küche, Kirche" von Dario Fo/ Franca Rame

25.05.2017 - 20:00 Schauspiel

Inszeniert und gespielt von Natascha Ties

Ist ein Schauspiel über die sexuelle Versklavung der Frau, unter welchen Bedingungen Frauen leben. In diesem Schauspiel, 11 Monologe über Frauen, spielt eindeutig der Mann die
Hauptrolle; besser gesagt, sein Geschlecht.  Seit Jahren schon machen sich Frauen stark für die Befreiung, die Gleichberechtigung mit den Männern, für gesellschaftliche und sexuelle Gleichberechtigung. Im gesellschaftlichen Bereich sind Frauen vorangekommen, aber die „Gleichheit der Geschlechter“ ist nicht erreicht. Es gibt auch zu viele Tabus, zu viele Verhaltensregeln oder Hemmungen, die wir von Geburt an oder noch früher mit uns herumschleppen.

Das Schauspiel wurde in der Form der Groteske, der Komik geschrieben, ganz bewusst. Denn Franca Rame ist überzeugt „Wir glauben, dass Klagen falsch ist. Du weinst, gehst traurig nach Hause, sagst: Wie hab ich schön geweint und schläfst erleichtert ein. Nein wir wollen euch zum Lachen bringen. Es öffnet sich nicht nur der Mund beim Lachen, sondern das Gehirn.“

Zur Inszenierung

In dieser Inszenierung von „Nur Kinder, Küche, Kirche“ von Dario Fo/ Franca Rame, hat Natascha Ties (www.nataschaties.at) zwei der Monologe zusammengefügt, die auch von ihr gespielt werden.
„Monolog der Nutte in der Heilanstalt“ und „Eine Frau allein“ – die Hure und die Hausfrau sozusagen, die Klischees mit der weitreichsten Tradition seit Entstehung der Menschheit. Die
Nutte, von Gesellschaft und Familie im Stich gelassen, von Männern misshandelt, vergewaltigt, die über ihre aussichtslose Situation den Verstand verliert und doch den Mut sich zu wehren, dabei beinahe ihr Leben verliert und weiter kämpft. Die Hausfrau, eine klassische, unselbständige Heimarbeiterin, die sich für ihre Familie aufopfert. Aber von den Männern zu Hause und in ihrer Umgebung nicht als Individuum respektiert, sondern als Sexobjekt und Haushälterin ohne Gehalt benutzt wird. Häusliche Gewalt und Kontrolle treiben sie zum endgültigen Befreiungsschlag.

Zur Entstehung des Stücks

Das Ehepaar, Dario Fo (italienischer Theaterautor) und Franca Rame, hat dieses Schauspiel geschaffen um den Kampf der Frauenbewegung zu unterstützen. 1977 wurde das Werk zum
ersten Mal in Mailand aufgeführt, danach ging Franca Rame (Schauspielerin und politische Aktivistin) damit auf Tour in zahlreichen Städten Italiens, aber auch Europaweit. Es ist kein
Text, der theoretische Ansprüche stellt, sondern greift einen Teilaspekt der feministischen Thematik heraus, die sexuelle Knechtschaft der Frau. Es soll nicht nur die Thematik
verbreitet und bekannt gemacht, bei Frauen ein ihnen noch fehlendes Bewusstsein geweckt werden, die Aufführung richtet sich ausdrücklich auch an Männer.

Termin: 25.05. / 26.05. um 20:00 Uhr
Kartenpreise: €18,-/€15,- ermäßigt[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]